Wandeln unter Palmen
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Die neuen Gewächshäuser der Nachkriegszeit
Die Nachkriegszeit beginnt in der Flora mit dem Beseitigen des Trümmerschutts, dem Verfüllen der Bombentrichter und dem Abriss des Glaspalastdachs. Auch die Ruinen der alten Schauhäuser werden abgeräumt. Keines hat den Bombenhagel überdauert. Als einzige Gewächshauspflanzen haben drei Schusterpalmen (Aspidistra elatior) den Krieg überlebt. Köln liegt weitgehend noch in Trümmern – aber dennoch ist der „Hunger“ nach gepflegtem Grün und exotischen Pflanzen derart groß, dass in der Flora bald wieder über Schaugewächshäuser nachgedacht wird. Ab 1950 wird in Riehl tatsächlich neu gebaut. Nach und nach entsteht ein U-förmiges Ensemble, das den Tropischen |
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Kleines Tropenhaus
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Kakteenhaus |
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Großes Tropenhaus
Als Clou wird im Rahmen der Bundesgartenschau 1957 der Tropische Hof eingeweiht. Er dehnt sich unter einer alten Libanonzeder um ein tropfenförmiges, nilgrünes Wasserbecken aus. Hier wachsen tropische Pflanzen wie Lotus, Papyrus, Reis und natürlich wieder die „Königin der Seerosen“, die Victoria amazonica mit ihren riesigen Blatttellern.
Das Subtropenhaus Zum 100-jährigen Jubiläum macht die Stadt Köln sich und der FLORA 1964 das Subtropenhaus zum Geschenk. Das Kalthaus bildet den Abschluss des Wiederaufbaus der Glashäuser im Botanischen Garten. Versammelt sind Pflanzen aus den gemäßigten Zonen der Welt. Auf 600 m² Grundfläche werden neben den Neuholländischen, also australischen Gewächsen vor allem Pflanzen aus Südafrika, dem Mittelmeerraum, von den Kanaren und aus dem subtropischen Asien gezeigt. Das besondere Augenmerk gilt den Kamelien (Camellia). Aus den prächtigen Arten und Sorten dieser Teegewächse kann im Lauf der Jahrzehnte die größte und bedeutendste, das Publikum Jahr für Jahr durch ihre winterliche Blütenpracht bezaubernde Sammlung aufgebaut werden. |
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Text: Gerd Bermbach, Nümbrecht, Grafik: SeidemannDesign, Wachtendonk
Abbildungsnachweis: Gerd Bermbach, Botanischer Garten Köln, Eugen Moll




