Tropen, Subtropen und Wüsten
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Die Innenlandschaften
Tropen und Wüsten werden durch 400 m lange, barrierefreie Wege erschlossen, die sich zum Betrachten der Pflanzen und als Sammlungsplätze für Gruppen aufweiten. Die Wege haben Beläge aus Epoxidharz mit einer Kiesabstreuung, sodass sie leicht und sicher begangen und mit Rollstühlen und Rollatoren befahren werden können. Die Gesamtwegelänge incl. Orangerie und Subtropenhaus beträgt 600 m. Clou ist ein Holzsteg,der wiederum barrierefrei bis zu einer Höhe von 5,50 m führt. Hier oben, also zwischen Baumkronen und Palmwedeln, ergibt sich eine vollkommen andere Perspektive auf die Pflanzen, als im Dämmerlicht des bodennahen Dschungels. Ein attraktives Element ist der Teich mit tropischen Sumpf- und Wasserpflanzen zu dem über Felsen plätscherndes Wasser rinnt. Nach Westen wird die Tropenlandschaft durch steil aufragende, dicht mit Pflanzen besetzte Lava- und Basaltwände abgeschlossen, die die dahinter liegenden Technikräume kaschieren. Die Lavakrotzen wurden in Steinbrüchen der Vulkaneifel ausgesucht. Im lichtdurchfluteten Wüstenhaus herrscht dagegen gelbbrauner Ibbenbürener Sandstein vor, der die Wüstenpflanzen besonders attraktiv zur Geltung bringt.
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Das Bepflanzungskonzept
Da die Flora kein wissenschaftlich geführter botanischer Universitätsgarten ist, wird keine Spezialisierung auf bestimmte Erdteile oder besondere Pflanzenarten vorgenommen. Das Bepflanzungskonzept setzt hiermit die Tradition der alten Schaugewächshäuser fort. Die rd. 5.000 Pflanzenarten in den drei neuen Gewächshäusern haben aber ihre Schwerpunkte mit den tropischen Nutzpflanzen im Kleinen Tropenhaus, hochwachsenden Bäumen und Palmen im Großen Tropenhaus. Im Wüstenhaus folgt die gestalterische Aufteilung wieder nach Pflanzen der Alten und Neuen Welt. Nachdem die 130-jährige Libanon-Zeder im Tropischen Hof 2020 bei einem Regensturm umgestürzt ist, erfolgt dessen Planung nicht mehr im Sinne der Gartendenkmalpflege. Das tropfenförmige Victoria-Becken wird zwar neu gebaut – die umgebende Gestaltung und Bepflanzung folgt jedoch nicht mehr dem historischen Vorbild. |
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Didaktik Zur Unterstützung der Reise durch Tropen und Wüsten der Welt erarbeitete die Agentur „Facts and Fiction“ ein di daktisches Konzept mit informativen Beschilderungen, einer „Kinderspur“, Riechstation, Pflanzenmodellen, einem Media- und Audioguide uvm. |
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Text: Gerd Bermbach, Nümbrecht, Grafik: SeidemannDesign, Wachtendonk
Abbildungsnachweis: Gerd Bermbach, RMP-Lenzen



