Pflanzen ernähren die Welt! 

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Uns ist selten bewusst, welche Vielzahl an Pflanzen wir täglich nutzen, heimische wie auch tropische. Von technischen Produkten wie Bauholz oder der Fußmatte aus Fasern der Sisal-Agave über die Jeans aus Baumwolle bis zu den Nahrungspflanzen sind es wahrscheinlich hunderte! Gibt es einen Tag ohne Pflanzen? Nein, denn …


Von trocken Brot bis Edelschokolade …


schon das Frühstück beginnt mit Kaffee, Tee oder Kakao und Getreideprodukten wie Brot oder Frühstücksflocken, mit Nüssen und Obst, einem Glas Orangensaft - schon sind fast alle Anbauregionen der Welt vertreten. Den weiteren Tag begleiten uns neben dem heimischen Gemüse und exotischem Obst auch andere Nutzpflanzen aus den Subtropen und Tropen. An den unglaublichsten Stellen kreuzen sie unseren Weg: als Aroma im Kaugummi, Stabilisator aus Algen in Soßen, Chinin aus der Chinarinde als Bitterstoff im “Tonic Water”. Und wieder heimisch: natürlich Gerstenmalz und Hopfen im Kölsch!

Nutzpflanzen2„Ne halve Hahn“ - Veredeltes Futtergras


Alltäglich genutzte Pflanzen wie unsere Kartoffel, Tomate oder Paprika sind hier erst vor wenigen hundert Jahren in Kultur genommen worden, stammen aber aus Süd- bzw. Mittelamerika. Und vor allem: auch Milch, Butter, Eier und Fleisch sind (indirekte) Pflanzenprodukte, durch die Nutztiere verwandeltes Futtergras. Grüne Pflanzen mit Fotosynthese sind als „Primärproduzenten“ die Grundlage unseres Lebens! Nur etwa 5% (20.000) aller bekannten Pflanzenarten (400.000) werden durch den Menschen bisher genutzt, durch Aufsammlung, und Anbau in kleinem und großem Maßstab. Von diesen 5% Nutzpflanzen wird wiederum nur ein ganz kleiner Anteil, nämlich nur ca. 160 Arten, in größerem Maßstab angebaut, wie die Getreide und Gemüse und Obst. Von diesen relativ wenigen Pflanzen hängt unser Leben ab – auch beim Auftreten neuer Pflanzenkrankheiten und bei sich änderndem Klima. Der Erhalt einer größtmöglichen Bandbreite der Ressourcen muss also das Ziel sein, auch für Züchtung und Forschung, um eine vielfältige Ernährung auch in Zukunft zu gewährleisten. Denn: „Pflanzen ernähren die Welt“! 

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