Sommertraum und Tulpenpracht



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Eine prächtige Weltreise kann man rund um das „Französische Parterre“ unternehmen. Denn die fast 30.000 Sommerblumen stammen von allen Kontinenten. Farblich treten in der äußeren „Platebande“ die leuchtend-roten Pelargonien aus Südafrika mit ihrer Fernwirkung hervor. Sie werden kontrastiert von einem Rand aus silbrig-weißen Blättchen des australischen Silberkörbchens. Das blaue Männertreu in einigen Ranken stammt ursprünglich ebenfalls aus Südafrika.

 

Eine kleine Weltreise

In den langen Banden und Ranken dominieren dagegen die mittel- und südamerikanischen Zierpflanzen: gelb und orange blühende Studentenblumen, lila-blauer Leberbalsam, und als grüner oder schwarz-roter Blattschmuck das Papageienblatt. Der Neuseeländer Flachs schmückt mit seinem Blatt den „Stern“ , das erhobene Tortenbeet an der Flora, zusammen mit einer Phoenixpalme. Die Reise beenden wir mit den wenigen Pflanzen asiatischen Ursprungs: dies sind die kleinen Chinesischen Hanfpalmen in den Kreisen der Platebande und der Japanische Palmfarn im Ornament „Blume“.




Jedes Jahr 800.000-mal FrühlingParterre4


Im Frühjahr beeindruckt die Flora mit 50.000 Tulpenzwiebeln und Frühjahrsblühern. Im Botanischen Garten blühen sogar 750.000 Elfen-Krokusse auf. Dieser Bestand ist hier jetzt heimisch, er vermehrt sich über Brutknollen und durch die von Ameisen verbreiteten Samen selbständig weiter. Nur gut, dass die „Tulipomanie“ (1634–1637) der reichen Liebhaber vorbei ist! Denn in der letzten Phase dieses Tulpenfiebers kostete eine einzige Zwiebel der begehrtesten Sorte umgerechnet 500.000 Euro, und verursachte den ersten Börsenkrach der Geschichte. Die orientalische Herkunft erklärt, warum die Tulpen eine Zwiebel bilden: Während der Regenzeit wird die Zwiebel als Speicher befüllt. Mit Beginn der trocken-heißen Sommer welken die Blätter, und alle restlichen Nährstoffe werden in die neue Zwiebel gezogen..